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Billard Karambol - Serienspiel - Finale Coupe d'Europe - Bochum (GER)

Douarnenez (FR) holt Titel im Finale gegen Bochum

Gepostet von am 23. April 2018

Douarnenez (FR) holt Titel im Finale gegen Bochum

Horst Wiedemann
Pierre Soumagne, Gregory Le Deventec und Raymund Swertz holten für Douarnenez den Europapokal im Finale gegen den DBC Bochum

BOCHUM - Es fehlte das letzte Happy End eines großartigen Wochenendes für den DBC Bochum. In drei teilweise hart umkämpften Einzelpartien besiegten die Mitfavoriten Douarnenez die Hausherrn und Titelverteidiger und holten sich zum ersten Mal den Europapokal Klassik für Vereinsmannschaften.

Der DBC präsentierte sich in der Bochumer Rundsporthalle als hartnäckiger Gegner, dem es im Endspiel am alles entscheidenden Biss fehlte.

Die Franzosen schlugen mit einem sensationellen Raymund Swertz, einem nervenstarken Pierre Soumagne und einem kontrollierten Gregory Le Deventec zu.

Einer der absoluten Höhepunkte war die Partie im Cadre 47/2. Raymund Swertz und Sam van Etten, beide aus Holland, dominierten diese Disziplin mit drei Siegen aus den Gruppenspielen und dem Halbfinale und standen sich nun im Endspiel gegenüber. Swertz begann die Partie und setzte sich erst nach den erledigten 250 Punkten wieder auf seinen Stuhl. Van Etten wollte nun das Unmögliche schaffen und ein wichtiges Unentschieden erreichen. Und es sah gut aus. Alles lief so, wie der lange Niederländer in Bochumer Diensten es wollte. Dann nach 116 Punkten stoppte ihn eine Boutage, die für ihn die Niederlage bedeutete. Nun lag der DBC Bochum also schon mit 0:2 zurück. Doch bei Thomas Nockemann sah es gut aus. Er nahm den Schwung aus seinem Halbfinale als er in 3 Aufnahmen das Match gewann, mit und dominierte die Anfangsphase. Soumagne hatte ein paarmal Pech und das Publikum wartete auf die alles entscheidende Schlußserie von Nockemann. Diese jedoch blieb aus und beim Stand von 105:178 für den Bochumer ging es in die entscheidende Phase. 

Soumagne gelang es nun die Bälle unter Kontrolle zu bringen und er begann eine große Serie. Schnell und sicher spielte er und man ahnte, dass er die Partie beenden würde. Als er bei 188 Punkten angekommen war, verfehlte er einen leichten Kopfstoß. Praktisch mit Idealstellung übernahm Nockemann und konnte nun seinerseits die Entscheidung herbei führen. Doch nach nur 9 Punkten war es vorbei und Nockemann blieb bei 187 Punkten hängen. 

Dies war der Zeitpunkt, an dem Ludger Havlik am Einband-Tisch sich gerade erfolgreich in das Match zurück gekämpft hatte und mit 114 Punkten kurz vor dem Partieende angekommen war. Zwischenzeitlich war Le Deventec bis auf 50 Punkte in Führung, doch Havlik ließ nicht locker und schaffte eine kleine 8 Punkte Führung zum 114:106. 

Soumagne trat nun an den Tisch und beendete das Match mit 12 Punkten, die teilweise äußerst schwer waren. Die noch nicht beendete Einbandpartie wurde abgebrochen, denn die Entscheidung war zugunsten der Franzosen gefallen. Überglücklich fielen sich die drei in die Arme.

Der DBC Bochum war damit entthront, holte aber mit dem Finaleinzug einen schönen Erfolg. Der Druck auf die Gastgeber war enorm. Der DBC hatte sich schon frühzeitig entschlossen, nicht einfach nur Gastgeber eines Wettbewerbs zu sein, sondern Billard in seiner Gesamtheit zu präsentieren. Mit viel Mut und Entschlossenheit stemmten sie diese Aufgabe und gaben als kleine Bürde ihrem erfolgreichen Trio die Titelverteidigung mit auf den Weg. Und es fehlte tatsächlich nicht viel. Noch am Vormittag schlugen sie souverän die spanische Vertretung aus Vic. Sam van Etten beendete die 47/2 Partie in 2 Aufnahmen, Thomas Nockemann war in 3 Aufnahmen im 71/2 erfolgreich. Ludger Havlik spielte ein gutes Einbandmatch und war beim Abbruch nicht weit entfernt von seinem Gegner.

Das Team hat keinen Grund tief enttäuscht zu sein, sondern können stolz sein auf das Erreichte. Eine Neuauflage wird es zunächst nicht geben, denn nun ist Douarnenez Sport Billard der Ausrichter im kommenden Jahr. Dann wird der DBC Bochum wieder auf Titeljagd gehen.

Allen Beteiligten, allen voran dem DBC Vorsitzenden Fabian Blondeel und seinen Jungs, gebührt Respekt und Anerkennung für ein großartiges Billardfest, dass viel Werbung für unseren schönen Sport gemacht hat. 

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