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Billard Karambol - Serienspiel - Finale Coupe d'Europe - Bochum (GER)

Europapokal in Bochum - Billardpromotion der Extraklasse

Gepostet von am 11. April 2018

Europapokal in Bochum - Billardpromotion der Extraklasse

© Bochum
Die Rundsporthalle in Bochum ist vom 20. bis 22.April Austragungsort des Europapokals Klassik für Vereinsmannschaften

BOCHUM - Der DBC Bochum, erfolgreichster Billardclub in den klassischen Disziplinen, veranstaltet vom 20. bis 22. April das Finale des Europapokals Klassik für Vereinsmannschaften.

Bochum wurde Ausrichter, weil sie im vergangenen Jahr den Titel 2017 im tschechischen Prag gewannen. Der Sieg gegen Ronchin (FR) und damit der Gewinn des Europapokals war der größte Erfolg in der 92 jährigen Vereinsgeschichte und zugleich der Auftakt in eine ambitionierte Vorbereitung auf DAS Top-Event im deutschen Billardsport 2018.

In Prag wurde der Titelverteidiger mit den Top-Legionären Dick Jaspers und Eddy Leppens von Bochum im Halbfinale bezwungen. Thomas Nockemann und Sam van Etten gewannen in den Cadre-Spielarten C 71/2 und C47/2 und schafften damit bereits vorzeitig den Finaleinzug. Im Endspiel wurde dann das französische Team aus Ronchin bezwungen. Wieder waren es der Bochumer Thomas Nockemann und der Holländer Sam van Etten, die ihre Partien gewinnen konnten. Thomas Nockemann besiegte Jean Francois Florent mit 200:58 in 2 Aufnahmen, Sam van Etten gewann gegen Brahim Djoubri mit 250:89 in 3 Aufnahmen. Ludger Havlik verlor sein Einband-Match gegen Bernhard Villiers mit 35:120 in 6 Aufnahmen.

 

In der Freude und Euphorie des erstmaligen Titelgewinns reifte schnell die Idee, aus der eigenen Ausrichtung ein großes Billardfest zu machen, um den eingestaubten Billardsport im Ruhrgebiet einen Frühjahrsputz zu verpassen. Das Ergebnis nach fast einem Jahr Vorbereitung kann sich sehen lassen. Wenn am 20. April die ersten Gruppenspiele im Europapokal starten, so ist der CDE (Coupe d’Europe) eingebettet in eine ganze Reihe von sportlichen und kulturellen Veranstaltungen. Veranstaltungsort ist die Bochumer Rundsporthalle, eine großzügige Mehrzweckhalle,  in der bereits in den 70er Jahren die Weltmeisterschaft im Cadre 71/2 ausgetragen wurde. 

 

Der bekannteste und erfolgreichste Junge des DBC Bochum ist ohne Zweifel Fabian Blondeel, der vor einigen Jahren seine beiden Söhne Simon und Lukas mit dem Billardvirus infizieren konnte und selbst nun Vorsitzender des DBC ist. Lukas Blondeel übernahm als Presse und Marketingchef dann selbst auch Verantwortung im Verein und ist damit einer der wichtigsten Personen rund um dieses Top-Event. 

In einer Zeit (2018), in der fast ausschließlich über Dreiband gesprochen wird und die Billardwelt interessiert auf die kommenden Turniere blickt, ist es der DBC Bochum, der sozusagen den Auftakt in ein wirklich wunderbaren Billardjahr macht.

KOZOOM führte ein kurzes Interview mit Lukas Blondeel über die Motivation zu dieser einzigartigen Promotionsveranstaltung, deren sportliches Ziel natürlich auch die Titelverteidigung des Europapokals Klassik für Vereinsmannschaften ist.

 

KOZOOM/MARKUS SCHÖNHOFF - Wer ist auf die Idee zu einem so großen Event gekommen?

LUKAS BLONDEEL - Die Idee, den Coupe d’Europe Classic Teams in Bochum zu organisieren, bestand schon länger, scheiterte jedoch bisher an den finanziellen Möglichkeiten. 
Nachdem sich unser Team im vergangenen Jahr in Prag den Europameistertitel sicherte, blieben nur wenige Wochen, entscheiden zu können, ob sich unser Verein sowohl der finanziellen als auch der personellen Herausforderung stellt. Da die räumlichen Gegebenheiten des DBC Bochum für eine Ausrichtung nicht zureichend sind, wurde eine größere Räumlichkeit gesucht. Nachdem der DBC die notwendigen Zusagen des Billardverbandes Westfalen erhielt, erklärte das Sport- und Bäderamt der Stadt Bochum die Rundsporthalle als Veranstaltungsort bereitstellen zu wollen. 
Die optimalen Bedingungen in der großen Halle vor Ort, erlaubten ganz neue Visionen, so dass sich der Vorstand des DBC Bochum zunächst an ein Konzept für ein Großevent setzte. 
In Absprachen mit Frau Feinweber, die bereits mit der Organisation der Fußball Frauen WM 2011 in Bochum vertraut war, entwickelte sich die Idee aus dem Coupe d’Europe eine Billardwerbeveranstaltung und ein Familienevent für Bochumer Bürger und Billardliebhaber zu machen.

 

KOZOOM/MARKUS SCHÖNHOFF - Was ist euer Ziel neben der Titelverteidigung?

LUKAS BLONDEEL - Unser primäres Ziel ist es, nach Jahren der Abstinenz wieder mal ein Billardevent in das Ruhrgebiet zu holen. Allein in Bochum liegt die nächst größere Billardveranstaltung fast 40 Jahre zurück. Wir waren der Meinung, dass mit einem solchem Event die Begeisterung für den Billardsport in der Region wieder wachsen kann. 
Zumal die Mitgliederzahlen auch im Ruhrgebiet stark rückläufig sind, haben wir uns selbst die Aufgabe gestellt, mit unserem Sport wieder mehr in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken und Bochumer Billardvereinen sowie Vereinen aus der Umgebung die Möglichkeit zu bieten, aktiv für sich zu werben.
Außerdem möchten wir den Billardsport als vielseitigen und offenen Sport präsentieren. Auch deshalb wurden alle Bochumer Schulen zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, wird eine Party-Night mit 70er/80er Rockmusik und kostenlosen Eintritt veranstaltet und zusätzliche Showacts während der Eröffnung und vor dem Finale stattfinden.

 

KOZOOM/MARKUS SCHÖNHOFF - Wer sind die Förderer und Sponsoren?

LUKAS BLONDEEL - Von der Art der Veranstaltung war zunächst die Stadt Bochum inspiriert, die dem Verein mit einer großzügigen Defizitförderung zur Seite ging. Der Stadt folgte in Vertretung der Staatskanzlei NRW Nils Klagge, der Referatsleiter für öffentliche Großveranstaltungen. Er überbrachte noch im Dezember die Mitteilung, dass sich das Land finanziell beteilige. Auch der Regionalverband Ruhr beschloss im Februar bei einer gemeinsamen Sitzung den Coupe d’Europe finanziell zu unterstützen. 
Insbesondere die Deutsche Billard Union mit ihrem neuen Präsidenten Helmut Biermann sorgt mit der Gestellung von Billardtischen und weiteren Materialen einen enormen Beitrag zur Realisierung des Events. 
Neben dessen schaltete der Verein ein Sportmarketing Büro ein. Die großen Erfolge blieben jedoch auf Grund der geringen Popularität des Sportes aus. Dennoch gewann der Verein neben den Stadtwerken Bochum GmbH auch die Firma BPC und Elektrotechnik Herden hinzu. 
Insgesamt sprechen wir bei den Kosten der Veranstaltung von 40.000 - 45.000 €.

 

 

Offizielles Veranstaltungsplakat

 

KOZOOM/MARKUS SCHÖNHOFF - Wie ist die Resonanz außerhalb des DBC?

LUKAS BLONDEEL - Schon ab dem vergangenen August bekamen wir immer wieder Ticketanfragen aus ganz Deutschland. Das war ein Zeichen dafür, dass unsere Medienarbeit bis dato bereits gut lief. Bis jetzt haben wir schon einige Tickets verkauft. Überraschender Weise und zu unserer Freude in relativ großer Zahl auch an Nicht-Billardspieler. 
Das Interesse daran, was wir wirklich auf die Beine stellen können, ist groß und auch die positiven Rückmeldungen aus anderen Vereinen erfreuen uns. Einzelne Vereine haben uns ihre Unterstützung angeboten, obwohl die personelle Unterstützung und Bereitschaft zum Teil gering ist.

 

KOZOOM/MARKUS SCHÖNHOFF - Wie läuft die Vorbereitung des Teams?

LUKAS BLONDEEL - Unser Team trainiert seit Wochen intensiver, was man auch an der Endplatzierung in der Mehrkampf-Bundesliga erkennen kann. Nach Anfangsschwierigkeiten, hat das Team über die ganze Saison keine Partie verloren und sich von Spiel zu Spiel gesteigert. Sam van Etten, ein Garant für unseren Erfolg befindet sich seit Wochen in Bestform und möchte seine Weltklasse unbedingt konstant aufrechterhalten.

 

KOZOOM/MARKUS SCHÖNHOFF - Was kann man über die gegnerischen Teams sagen?

LUKAS BLONDEEL - Zwar nehmen in Bochum von den sechs Teams gleich vier Teams aus Frankreich teil, jedoch dürfen wir Spitzenspieler aus vielen unterschiedlichen Nationen erwarten. Raymund Swertz aus den Niederlanden, Xavier Gretillat aus der Schweiz oder den amtierenden Europameister aus Spanien Raul Cuenca sind hier nur drei Beispiele. Der französische Meister Douarnenez Sport Billard, der in der Qualifikationsrunde in Athen ungeschlagen blieb, ist sicherlich einer der Topfavoriten auf den Titel.

 

Statement’s von Fabian Blondeel:

„Ich freue mich riesig Freunde aus meiner Jahrzehnte langen Karriere als Sportler in meiner Heimatstadt begrüßen zu können. Ich habe lange in verschiedenen Klubs unvergessliche Erfahrungen machen dürfen. Hiermit kann ich auch etwas zurückgeben.“

 

„Das Rahmenprogramm ist nicht weniger wichtig für mich als die Meisterschaft selbst. Ich möchte den Billardsport einer breiten Masse zugänglich machen, dabei ist der Coupe d’Europe ein wichtiger Bestandteil, aber nur einer. Es werden des Laufes noch weitere Dinge kommen, über die ich leider noch nicht reden kann.“

 

„Alle Mitglieder von der Idee zu überzeugen war für mich nicht einfach. Es ist viel zu stemmen organisatorisch und vor allem finanziell. Wir haben 56 Mitglieder von zehn bis 90 Jahren. Alle sind eingebunden, vom Aufbau der Tische bis zum Catering und dem Abreißen der Eintrittskarten. 

 

Webseite des DBC Bochum

Ablaufplan des Europapokals in der Bochumer Rundsporthalle

TICKETS:

Die Ticketpreise belaufen sich am Freitag auf 10 €, Samstag und Sonntag auf 12 €. Eine Dauerkarte für alle drei Tage kostet 20 €. Kinder, Schüler, Studenten und Azubis bekommen eine Ermäßigung.

Wer bereits jetzt ein Ticket zugeschickt haben möchte, kann dies per Mail an info@dbc-bochum.de anfragen. Ansonsten werden Tickets ab 9.00 Uhr morgens in der Rundsporthalle verkauft.

 

Die Gruppeneinteilung 

Gruppe A:

DBC Bochum (DE): Sam van Etten, Thomas Nockemann, Ludger Havlik

Billard Club de Oissel (FR): Legros, Martory, Petit

Billard Club Chartrain (FR): Gerimont, Gretillat, Justice 

 

Gruppe B:

Club Billar Vic (ES): Cuenca, Espinasa, Mata

Douarnenez Sport Billard (FR): Le Deventec, Soumagne, Swertz

BCCO Ronchin (FR): Djoubri, Florent, Villiers

 

 

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