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Billard Karambol - Dreiband - Superprestige - Lommel (BEL)

Halbfinale: Leppens - Spoormans; Caudron - Ceulemans

Gepostet von am 29. August 2015

Halbfinale: Leppens - Spoormans; Caudron - Ceulemans

© Kozoom/Harry van Nijlen
Martin Spoormans (65) steht nach seinem Sieg über Eddy Merckx nun im Halbfinale gegen Eddy Leppens

LOMMEL - Auf geht`s in den Finaltag! 

Das Superprestige im belgischen Lommel biegt auf die Zielgerade ein. Nur noch 3 Partien stehen auf dem Spielplan. Heute um 14:00 Uhr die beiden Halbfinals und um 17:00 Uhr das große Finale. Dazwischen gibt es ab 15:45 Uhr die Finalpartien der beiden Nachwuchswettbewerbe der U19 und U21. 

Im der Vorschlußrunde stehen sich Eddy Leppens und Martin Spoormans gegenüber und Frederic Caudron gegen Peter Ceulemans. Ihren Einzug in das Semifinale wiederholten somit Caudron und Spoormans, denn beide standen sich im vergangenen Jahr gegenüber. Eddy Leppens hingegen, der im letzten Jahr auf Platz 6 einkam, verkraftete die Doppelbelastung aus Organisation und eigenem Spiel nun wohl besser und kämpft nun am Mittag gegen den alten Haudegen Spoormans. Peter Ceulemans hatte ein grausames Turnier 2014, wurde in der Gruppe nur Dritter und am Ende Zwölfter.

In der ersten Runde des Viertelfinales standen sich gestern Caudron gegen Philipoom und Ceulemans gegen Marco Janssen gegenüber. Für Marco Janssen endetet das Lommel-Märchen mit einer 40:35 Niederlage gegen Peter Ceulemans. Janssen kämpfte und war am Ende auch nicht chancenlos, aber es reichte nicht ganz, um den wesentlich erfahreneren Enkel von Raymond Ceulemans zu besiegen.

Ein sehenswertes Match lieferten sich Caudron und Philipoom am Nebentisch. In der 3.Aufnahme gelang Philipoom eine 10er Serie und ein kleiner Vorsprung. Diesen hielt der Weltmeister von 1995 bis weit über die Hälfte der Partiedistanz. In der 17. Aufnahme stand es noch 16:29 aus der Sicht des Titelverteidigers Caudron. In der 20. Aufnahme dann 23:32 und es sah nicht danach aus, dass Caudron zu größeren Angriffen in der Lage wäre. Doch plötzlich ging es wieder wie von selbst. Zunächst in Aufnahme 21 eine 12er Serie zum 35:32 und die restlichen 5 Punkte in der folgenden Aufnahme. In den ersten 18 Aufnahmen gelangen dem Belgier 18 Punkte und in den letzten beiden Aufnahmen 17 Punkte. So kann es gehen im Dreiband. Philipoom, der wahrlich ein gutes Match lieferte, war damit geschlagen. Einen Punkt zum Endstand von 40:35 in 22 Aufnahmen konnte er im Nachstoß noch erzielen.

Philipoom und Caudron lieferten sich einen harten Kampf mit dem besseren Ende für den Titelverteidiger Caudron

Im zweiten Durchgang gab es dann zwei Überraschungen. Zum einen beim Helden des Mittwochs Steven van Acker. Eddy Leppens überrollte den 30-jährigen regelrecht und van Acker gelang nicht eine einzige gute Aufnahme. Nach 17 Aufnahmen war van Acker erlöst und trat zum Nachstoß an. Bis dahin hatte er 3 Punkte erzielt. Im Nachstoß folgten nun nochmal 5 Punkte, die zum Endstand 40:8 in 17 Aufnahmen führten. Eine grausames Debakel für einen so brillanten Spieler. Eddy Leppens hingegen erfüllte sich selbst das Minimalziel, bei seinem eigenen Turnier das Semifinale zu erreichen. Noch in der Gruppenphase spürte er, dass die Belastung der Organisation nicht so ohne weiteres weg zu stecken ist. In den ersten beiden Spielen lag er bei für ihn unterirdischen 1,1 GD. Ein überragendes Viertelfinale machen ihn nun zu einem der Favoriten auf den Turniersieg. 

Zuvor allerdings muß er Martin Spoormans aus dem Weg räumen. Man kann wohl sagen, dass Spoormans der weltweit beste 65jährige ist, der noch aktiv Billard spielt. Am 2. Juni 1950 wurde er geboren und betreibt praktisch jeden Sport, der irgendwie was mit Bällen oder Kugeln zu tun hat. Neben praktisch allen Billardarten natürlich auch Tennis und Golf. Nun steht Spoormans wie im Vorjahr im Halbfinale des Superprestige. 2014 scheiterte er an Frederic Caudron mit 40:39 in 22 Aufnahmen und wurde Dritter. Nun hatte er im Viertelfinale mit Eddy Merckx einen brutalen Brocken vor sich. Doch in seiner aktuellen Form (1,750 GD in der Gruppe) sollte auch diese Aufgabe lösbar sein. Spoormans schlug den Weltstar mit 40:28 in 21 Aufnahmen doch schon deutlich und trifft also nun auf Eddy Leppens. 

Der Ausgang dieser Begegnung ist ebenso ungewiss, wie der eines möglichen Finals zwischen Spoormans und Caudron. 

 

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