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Das war 2019 - Was war gut! Was wird 2020 besser?

Gepostet von am 29. Dezember 2019

Das war 2019 - Was war gut! Was wird 2020 besser?

© Kozoom

KOZOOM - Die Billard-Jahre sind mittlerweile so gefüllt mit Turnieren, Meisterschaften, Survival´s, Comeback´s und Absagen, wichtigen und weniger wichtigen Entscheidungen, Statements und allerlei Wortmeldungen, dass man kaum weiß, wo man bei einer Rückblende anfangen soll.

Da trifft es sich ganz gut, dass im November ein Name auftauchte, den viele als Turniersieger nicht mehr ganz oben nennen wollten: Torbjörn Blomdahl (57). Der Schwede ist seit mehr als 30 Jahren in der Weltspitze und wurde in Randers wie aus dem Nichts erneut Weltmeister. Nur vier Jahre nach seinem Sieg in Bordeaux gewann er das wichtigste Turnier der Welt. Die Zeitspanne davor war immerhin 18 Jahre lang, denn 1997 war er in Grubbenvorst der Sieger. Und doch kamen den Fans des Schweden die Jahre bis 2019 nicht wirklich ermutigend vor. Mit Erkrankungen kämpfend durchlebte Blomdahl eine der schwersten Phasen seiner Karriere, verlor dennoch nie den Mut und Ehrgeiz und feierte jeden kleinen Sieg wie die spätere Goldmedaille. In Aalborg passte dann einfach alles zusammen. Seine 8 Punkte in der Verlängerung gegen Eddy Merckx sind jetzt schon legendär und sein GD von 2,122 gehört zu einem der besten, den jemals ein Weltmeister spielte. Das sein Vater Lennart (80) auf der Tribüne den Triumph seines Sprösslings verfolgte und ihm, nach eigenen Aussagen, die mentale Stärke für diesen Sieg gab, gehört zu den wunderbaren Geschichten des Jahres 2019.

Gehen wir zwei Etagen tiefer von den Weltmeisterschaften zu nationalen Meisterschaften. Das norddeutsche Ehepaar Steffi und Sven Daske gehören seit Jahren zu Deutschlands besten Billardsportlern. Es ist schwer nachzuprüfen, wievielen Ehepaaren es weltweit gelingt, nationale Titel zu gewinnen. Es bleibt in jedem Fall eine ganz außergewöhnliche Leistung. 2019 traten beide in Bad Wildungen bei 6 Entscheidungen an und alles wurde zu Gold. Sven Daske gewann die Titel in der Freien Partie, Cadre 47/2 und 71/2 und im Einband. Seine Frau Steffi gewann die Dreibandtitel auf dem kleinen und großen Billard. Beide gehörten in den Meisterschaften ohne Zweifel zu den Favoriten, mussten aber dennoch alles geben, um diese 6 Goldmedaillen zu holen. Alles das passierte Anfang November und ein halbes Jahr nach der Europameisterschaft in Brandenburg. Dort trat das Ehepaar Daske ebenfalls an und ging ebenfalls nicht leer aus. Steffi Daske wurde in einer starken Dreiband-Konkurrenz Fünfte und Sven Daske holte eine fast sensationelle Silbermedaille im Cadre 71/2. Geschlagen geben musste er sich lediglich den erneuten Titelträger Raymund Swertz, der das Endspiel mit 200:67 in 4 Aufnahmen gewann. 

Zum vierten Mal fanden die Europameisterschaften in allen Disziplinen Billard-Karambol in Brandenburg statt. Es war wieder ein voller Erfolg für die CEB als Veranstalter, die mehr als 500 Spielerinnen und Spieler und die unzähligen Helfer, die den Stahlpalast in Brandenburg für 9 Tage zum Schauplatz der kontinentalen Titelkämpfe werden ließ. Im Medaillenspiegel landete die Niederlande mit 5 Goldmedaillen ganz vorn. Eine davon gehörte Dick Jaspers, der als amtierender Weltmeister und Weltranglistenerster nun auch Europameister wurde. Im Finale besiegte er den Italiener Marco Zanetti, der selbst schon zweimal (2013, 2017) in Brandenburg gewinnen konnte. Deutschland landete in der Nationenwertung auf einem nicht zufrieden stellenden achten Platz. Insgesamt 11 Medaillen holte die Deutsche Billard Union, leider keinen Titel, aber dafür 8 Bronzemedaillen. Betrachtet man nur die Anzahl der Medaillen, liegt Deutschland auf dem dritten Platz in der Medaillenwertung. Das ist kein schlechtes Ergebnis. 

Steffi und Sven Daske. Zusammen holten sie in Bad Wildungen 2019 sechs Deutsche Meistertitel

Lütfi Cenet und Murat Naci Coklu sind die Team-Weltmeister von Viersen 2019 und die letzten im Scotch Double

Vier Jahre nach seinem letzten WM-Titel wird Torbjörn Blomdahl in Aalborg erneut Weltmeister

Ein paar mal knapp gescheitert und dann holte Semih Sayginer beim Survival endlich seinen verdienten Turniersieg 2019

Aber was kann man tun, dass dieses Ergebnis besser wird? Zumindest Personalentscheidungen wurden in 2019 getroffen und es waren richtig Gute! Markus Dömer stellte sich Mitte des Jahres als neuer Sportwart vor, der das DBU-Urgestein Kurt Dahlhaus ablöste. Eine schwere Aufgabe für den neuen Sportfunktionär. Zum einen ist er selbst keine unumstrittene Person und zum anderen sind die Fußstapfen des ausscheidenden Dahlhaus mächtig groß. Dömer stellte sich dieser Herausforderung, verteidigte vehement seine Vorschläge zu einer weiteren Modernisierung des Billardsports und siehe da - die Kritiker verstummten. Mitgewirkt hat er wohl auch in der Neubesetzung einer anderen, wohl noch wichtigeren Personalie. Endlich gibt es seit diesem Jahr Klarheit über die Trainerfrage im Dreiband. Der Nachwuchs wird von Jürgen Kühl geführt und die erste Garde von Christian Rudolph. Beide sind in Deutschland an Erfahrung und Erfolgen kaum zu überbieten und es scheint die wohl beste sportliche Entscheidung seit Jahrzehnten zu sein, eine solche Doppelspitze zu installieren. Was sich jetzt tatsächlich gebietet ist etwas Geduld. Die hier bei KOZOOM beschriebene Kritik (Dilemma der deutschen Weltcup-Starter) wurde in der Hektik vielfach falsch verstanden. Es ist etwas schade, dass sich manchmal von Kritik immer die falschen angesprochen fühlen. Kritisiert wurde nicht die Arbeit von den beiden Trainern Rudolph und Kühl und schon garnicht die sportliche Qualifikation der Spieler. Die Richtung zeigt auf die DBU, die zwar eine schöne Deutsche Meisterschaft ausrichtet, aber sonst eben keine hochklassigen Einzelturniere anbietet. Genau diese werden aber benötigt, denn die Bundesliga ist in den Händen der Vereine und da bestimmen andere über die Einsätze.

Die Deutsche Bundesliga im Dreiband gehört zu den stärksten Ligen in Europa. Seit Jahren tummelt sich die komplette Weltspitze in der Bundesliga. Seitdem zwei Ausländer in den Teams erlaubt sind, hat die Qualität der Liga nochmals einen enormen Schub bekommen. Viele, viele Jahre arbeitete der 1.BC Magdeburg hart an dem Traum, die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen. Der gesamte Verein, ja die gesamte Region, stand hinter dem BCM. Großzügige Sponsoren und einige private Engagements ermöglichten die Verpflichtung von Dick Jaspers und Dion Nelin an den Spitzenpositionen. Als dann im Herbst 2018 auch Michael Puse zurück in die Heimat (Sachsen-Anhalt) kehrte, sollte dem Titelgewinne nicht mehr viel entgegen stehen. Und endlich klappte es auch. Am letzten Spieltag fiel die Entscheidung. Im Fernduell mit dem BC Stuttgart hatte Magdeburg das bessere Ende und holte verdient die Meisterschaft und damit den größten sportlichen Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Für die beiden Legionäre beim BCM, Dick Jaspers und Dion Nelin, war 2019 ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr. Nicht nur, dass Sie ihrem deutschen Verein den Titel schenkten, erfolgreich waren sie auch in den Turnieren. Dion Nelin wagte dank eines großzügigen Sponsors aus Dänemark das Comeback im Weltcup. Am Ende des Jahres hat er sich bis auf Platz 20 der Weltrangliste gekämpft, schaffte die Qualifikation für die lukrativen Survival Masters und bei der Heim-WM in Aalborg bis ins Viertelfinale. Der ersehnte WM-Titel blieb aus, aber es ist eine Illusion zu glauben, dass man diesen Titel im modernen Dreiband planen kann. Das Viertelfinale und die Sensationspartie gegen Jae-Ho Cho (40:40 in 11, Verlängerung für Nelin) war der Beweis, dass Nelin wieder in der Weltspitze angekommen ist und er im kommenden Jahr sicherlich weitere Fortschritte machen wird.

Dick Jaspers begann das Jahr als Weltranglistenerste und beendet es in genau der gleichen Position. Er gewann den Weltcup in Porto und kurz vorher die Europameisterschaft. Am Ende des Jahres holte er sich auch noch den Gesamtweltcup beim Finale in Sharm El Sheikh. Dazu war das Halbfinale nötig und das schaffte er. Im Endspiel scheiterte er dann an einem großartigen Marco Zanetti, der in Ägypten mit 57 Jahren einmal mehr zeigte, dass die Senioren, wie kurz vorher auch Blomdahl, noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Jaspers verpasste mit dem verlorenen Endspiel auch die Chance einen Doppelsieg im Weltcup eines Jahres zu holen. So gab es also bei sieben Weltcup-Turnieren sieben verschiedene Sieger. In Antalya holte Tayfun Tasdemir den Sieg, in Ho-Chi-Minh war es Frederic Caudron, in Blankenberge Javier Palazon. Porto gewann Dick Jaspers, Veghel ging an Haeng-Jik Kim, Guri an Eddy Merckx und schließlich Sharm El Sheikh an Marco Zanetti.

Zweimal gab es den Finaltag mit deutscher Beteiligung. Im zweiten Jahr seines Comebacks schaffte Martin Horn das Finale beim Weltcup in Blankenberge und das Halbfinale in Sharm El Sheikh. In Blankenberge verlor er gegen Javier Palazon und in Ägypten war Jaspers besser. Doch was hat Martin Horn uns deutschen Billardfans für ein phantastisches Billardjahr beschert. Im letzten Jahr holte er den Weltcupsieg in Frankreich, wurde dann Anfang diesen Jahres mit einer Wildcard für ein Survival belohnt, dann die beiden Top-Platzierungen im Weltcup und schließlich der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Ende August bekam er einen Rückschlag, als er sich bei einem Fahrradunfall das Schlüsselbein brach. Doch auch das konnte ihn nicht aufhalten. Nach nur kurzer Genesungs-Pause holte er den Meistertitel in Deutschland, spielte eine gute Weltmeisterschaft und steht am Ende des Jahres auf Platz 14 der Weltrangliste. Ganz nebenbei eroberte er mit seinem deutschen Verein BC International Berlin die Tabellenführung in der Bundesliga. 

Sein erfolgreichstes Weltcupjahr erlebte 2019 auch ein anderer Deutscher. Dustin Jäschke schaffte in seiner vermutlich vierten kompletten Weltcupsaison zweimal den Einzug in die Endrunde der letzten 32 Spieler. Die erneute Betreuung von Jürgen Kühl hat ihm gut getan. Kühl hat die Ruhe und die fachliche Expertise, die ein junger Spieler dringend braucht. Und Dustin Jäschke wiederum hat den Willen und endlich auch die Überzeugung, dass es gut ist, sich in die Hände des erfahrenen Trainers zu begeben. Dieses Gespann unter der Leitung des Bundestrainers Christian Rudolph kann nur Erfolg haben. 

Ein Wermutstropfen blieb auch 2019 erneut die Team-WM in Viersen. Der Weltbillard-Dauerbrenner auf deutschem Boden wurde weltmeisterlich organisiert, ganz so, wie man es in der 30-jährigen Geschichte gewohnt ist. Nur leider konnte das deutsche Team nicht überzeugen. In der Ära des ungeliebten Scotch Double Modus erreichte man zweimal das Viertelfinale (2017, 2018). 2019 überstanden Horn/Lindemann die Gruppenphase nicht und schieden bereits in der Vorrunde aus. Platz 10 mit 1,174 MGD für ein deutsches A-Team muß eindeutig als großer Misserfolg beschrieben werden. Nach zwei koreanischen Siegen in den Jahren 2017 und 2018 stand in diesem Jahr die Türkei ganz oben. Das Duo Cenet/Coklu gewann mit 40:22 in 17 Aufnahmen gegen die Niederlande mit Jaspers und Burgmann. Kurz nach der WM wurde bekannt, dass die Episode Scotch Double beendet ist und 2020 wieder im herkömmlichen Modus mit zwei Einzelpartien gespielt wird. Die deutschen Fans, die Offiziellen, die Zuschauer und nicht zuletzt die deutschen Spieler Martin Horn und Ronny Lindemann haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie sich die Einzelpartien wieder zurück wünschen. Dies ist nun geschehen und man darf hoffen, dass es für Deutschland nun auch ein Comeback auf dem Podium gibt. 

Der BC Magdeburg gewann in einem Herzschlagfinale die Bundesliga Dreiband 2018/2019 in der Besetzung: Jaspers, Nelin, Schönhoff, Puse

Martin Horn steht nach einem glänzenden Jahr auf Platz 14 der Weltrangliste. Und das trotz Schlüsselbeinbruch im August

Für Dustin Jäschke war es das erfolgreichste Weltcupjahr seiner Karriere. 

Weltcupsieg in Porto, Europameister, Weltranglistenerster und zum Schluß auch der Gewinn des Gesamtweltcup. Für Dick Jaspers wieder ein Megajahr!

Regeländerungen, neue Turnierformen, Lockerung der Spielkleidung - das waren auch 2019 Entscheidungen, die im Weltbillard getroffen wurden. Die Survival Masters gingen 2019 ins zweite Jahr mit 5 Turnieren, eines davon in der Türkei. Und eines dieser Turniere wurde zum großen Triumph von Semih Sayginer. Der Türke kämpfte drei Jahre um einen Turniersieg, holte zwar diverse Podestplätze und war mittlerweile unter den Top5 der Welt wieder angekommen. Aber der ganz große Sieg blieb noch aus. Welche Last von ihm abfiel, zeigte er nach seinem Sieg. In einer Mischung aus seiner ureigenen Ausstrahlung, bei der er wie ein Krieger aussieht, und dem strahlenden Glück eines Siegers, ließ er sich feiern. Survival Masters werden seit Beginn ihrer kurzen Geschichte im neuen Outfit Poloshirt gespielt. Das war der Startschuss für eine langsame Abkehr von der traditionellen Hemd, Weste, Fliege - Bekleidung. 

Im neuen Jahr gibt es nun zum einen die erwähnte Änderung bei der Team-WM in Viersen, wo dann wieder in Einzelpartien mit wahrscheinlich auch wieder vier Tischen gespielt wird. Im Weltcup wird die KO-Runde, also nach den Gruppenspielen am ersten Tag des Hauptturniers, bis 50 Punkte gespielt. Eine Forderung, die von den Spielern kam und sicherlich nicht unumstritten ist. Die Distanzverlängerung dürfte den ganz Großen der Szene entgegen kommen, die bis 40 Punkte so manche bittere Niederlage verkraften mussten. Leider dürften damit auch die ganz großen Überraschungen weniger werden. Lange gefordert und nun endlich auch Tatsache ist die Abschaffung des Nachstoßes in der KO-Runde. Nun endlich kann der Spieler, der als erstes die Partiedistanz erreicht, auch ungehemmt jubeln. Spektakuläre Verlängerungen gehören der Vergangenheit an, aber die sportliche Außendarstellung wiegt mehr und die heißt: Partiedistanz erreicht = Sieg!

Sportlich erwartet uns ein tolles Jahr 2020. Es wird wieder eine Europameisterschaft im Einzel, als auch im Team geben. Die CEB kehrt damit zum gewohnten 1-Jahres-Turnus zurück. Im Herbst gibt es auch wieder ein Mc Creery Turnier in New York. Das Preisgeld wird sicherlich in ähnlicher Höhe bewegen, als um die 600.000 $. Die Preisgelder insgesamt werden im kommenden Jahr bei über 2,5 Millionen liegen. Eine Summe, und das soll nicht unerwähnt bleiben, um die uns so manche olympische Sportart beneidet. 

Bleibt zum Abschluß des Rückblickes noch eine Hoffnung. Nämlich die nach einer Einigung zwischen der UMB und der koreanischen PBA. Der Schaden, der in diesem Jahr durch diesen Konflikt entstanden ist, ist enorm. Die UMB verlor mit Frederic Caudron einen der besten Spieler der Welt. Mit Eddy Leppens und Filippos Kasidokostas zwei weitere Top20 Spieler und mit diversen jüngeren Spielern wichtige Hoffnungsträger der europäischen Billardzukunft. Die PBA hat, und das ist die positive Nachricht, einiges richtig gemacht. Sie tat alles, um Dreiband moderner darzustellen, vielleicht allgemeintauglicher und spektakulärer. Dazu gehörte die unbedingte Abkehr von der angestaubten Kleiderordnung, aber auch die Entwicklung einer APP. Das ist der PBA ganz hervorragend gelungen, denn so kann jeder auf der Welt die Turniere schnell, unkompliziert und aktuell verfolgen. In ihrem Drang nach Abgrenzung gegenüber allen Traditionen haben es die Koreaner wahrscheinlich aber auch übertrieben. Die Abschaffung des herkömmlichen Anfangsballs wahr nicht notwendig und macht es nun wieder komplizierter. Die Regel zwei Punkte für einen Vorbänder zu vergeben, ist ebenfalls fragwürdig. Turnierergebnisse werden weniger vergleichbar und auch hier wird es komplizierter, denn so mancher Vorbänder ist für den Zuschauer als solcher garnicht erkennbar. Doch dies wären alles noch Kleinigkeiten. Der ganz große Fehler war, in Konkurrenz zur UMB und zu KOZOOM zu gehen. Nun ist diese Konkurrenz wahrscheinlich zwangsläufig, denn im nicht übermäßig Sponsor-verwöhnten Billardsport gilt wohl der Satz: „Es kann nur einen geben!“. Die Einigungsversuche scheiterten alle. Es spielt keine Rolle, wer dafür die Verantwortung trägt, entscheidend ist nur das Ergebnis. Und dieses Ergebnis war in der Konsequenz allen Beteiligten bekannt. Die ausgesprochenen Sperren folgen den Regeln. Es wird sicher einige PBA Spieler geben, denen das egal war. Genauso wird es einige geben, die sich eine Einigung wünschen und für die die Weltmeisterschaft den höchsten sportlichen Wert hat. Die festgefrorenen Fronten wieder aufzutauen ist im Moment nicht in Sicht. Wahrscheinlich ist die UMB weiter an einer Einigung interessiert. Inwieweit die PBA bereit ist, den UMB Sportkalender als Priorität zu akzeptieren, wird der Casus Knacksus sein. 

Damit soll der Rückblick 2019 enden. Jeder Leser wird natürlich Lücken entdecken, wird Personen vermissen, die vielleicht eine außergewöhnliche Leistung erbracht haben, aber nicht genug gewürdigt wurden. So, wie vielleicht Myung-Woo Cho, der Juniorenweltmeister wurde und mit seinen 22 Jahren den LGU + Cup gewann (60.000 $). Oder Marcel Back, der in Brandenburg eine Fair Play Würdigung bekam. Oder Therese Klompenhouwer, die Weltmeisterin wurde und eine Wildcard für ein Survival bekam. Oder der Koreaner William Oh, der vor 10 Jahren Kozoom Korea gründete und maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass es TV Fernsehverträge in Korea gibt und so viele hochkarätige Wettbewerbe stattfinden können. Farouk Barki, der UMB Präsident, der sich wenig schont und immer auf der Suche nach Kompromissen ist, genauso wie Diane Wild, die als CEB Präsidentin geschafft hat, die EM wieder in jedem Jahr auszurichten. Xavier Carrer und die LIVE Mannschaft bei jedem Turnier, die KOZOOM Redakteure, die gute Seele des KOZOOM Kundendienst Heidi ten Lohuis. Alle verdienen große Anerkennung und Dank für ihre unerschütterliche Liebe zu unserem Sport.

In wenigen Tagen beginnt ein neues Jahr und sogar ein neues Jahrzehnt. Nicht wenige sprechen vom Beginn neuer „Goldene Zwanziger.“. Soweit brauchen wir es im Moment noch nicht zu treiben, 1920 dachte auch niemand daran (vermutlich). Jetzt gilt es die letzten Stunden des Jahres zu genießen und sich auf das neue Jahr zu freuen. Es wird einige sportliche Höhepunkte geben, für die die meisten von uns, Stunden am Computer oder vor dem Fernseher verbringen werden. Bei all der Schönheit unseres Sports sollten wir nicht Gefahr laufen, einsam zu werden. Zu zweit sich am Dreiband der Weltklasse zu erfreuen, macht doppelt Spaß. Mit diesem nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag soll es das gewesen sein.

 

Vielen Dank für alle Kommentare, Meinungen, Kritik und Lob, dass ich in den letzten 12 Monaten bekommen habe.

Ich wünsche allen einen wunderschönen Jahreswechsel und ein glückliches neues Jahr 2020 bei bester Gesundheit!

Eurer MARKUS SCHÖNHOFF

Mit 22 Jahren gewann Myung-Woo Cho in diesem Jahr die Junioren-WM und den LGU+ Cup 

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Kommentare

snoopy
snoopy
Wm war in Randers
Hallo liebes kozoom team , Torbjørn Blomdahl hat die wm in Randers ind nicht in Aalborg gewonnen Bitte wæret so freundlich ind ændert es in urrem bericht

Message 1/3 - Veröffentlichen in 30. Dezember 2019 21:02

kawede
kawede
da ist Kozoom ultra schnell...
Erinnerung,
Ihr jährlicher Premium Pass verfällt am 1. Februar 2020
Erneuern Sie Ihre Mitgliedschaft heute indem Sie hier klicken

wäre Kozoom das auch beim support ... behebung von pannen und störungsfluten ... müsste ich mir fürs 2020 kein sorgen machen!


Message 2/3 - Veröffentlichen in 2. Januar 2020 10:15

Karsten
Karsten
Continental Cup - bitte mehr davon
Danke Torbjörn, danke Kozoom, danke Bert!
Es nervt mich ja auch, wenn es in einer Live-Übertragung mal wieder hakt - na klar. Nicht dass wir uns missverstehen, ich finde die Kritik berechtigt! Aber dass Kozoom für den Kommentar des Continental-Cups, neben dem von mir wegen seiner Kolumne hoch verehrten Bert van Manen, auch noch Torbjörn Blomdahl verpflichtet hat, bleibt von den notorischen Kozoom-Nörglern leider völlig unerwähnt - schade!!!
Durch diesen (wertvollen) Kommentar war der Continental-Cup mein persönliches Kozoom-Highlight 2019 und stimmt mich sehr milde.
Abschließend habe ich noch eine Bitte, die ich bereits mehrfach vorgetragen habe. Insbesondere vor dem Hintergrung der bevorstehenden Shot-Clock- und Timeout-Änderungen, finde ich die Einblendung der verbleibenden Zeit, z.B. wie bei der Übertragung aus Zundert, unumgänglich. Bitte ergänzt das, es gehört zu den Spannungselementen unseres Sports und dient dem Verständnis.
Ich wünsche allen ein tolles 2020
Karsten Witte

Message 3/3 - Veröffentlichen in 3. Januar 2020 12:28 - Edited at 3. Januar 2020 12:32

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