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Billard Karambol - Dreiband - Interview - Uden, Berlicum (NED)

Niederländisches Billard will sich mit CEB zusammenschließen

Gepostet von am 3. Februar 2021

Niederländisches Billard will sich mit CEB zusammenschließen

Ton Smilde
Carl Verhoeven(li.) und Harry Mathijssen(re.), beide Organisatoren haben große Ambitionen

BERLICUM/UDEN - Der niederländische Billardsport, der immer noch keine Aussicht auf eine Wiedereröffnung der Billardvereine hat und damit auch auf keinen Neustart der nationalen Wettbewerbe, denkt offen über eine Alternative nach: Die Organisation von Turnieren. Das alljährliche Masters, dass in den Niederlanden die nationale Meisterschaft im Dreiband ist und stets ein absolutes Highlight darstellt, rückt immer näher. Der internationale Erfolg der Duke Challenge mit dem neuen Spielformat erhielt viele positive Reaktionen. Für den Sommer (Juni) ist, wenn es die niederländische Regierung zulässt, zunächst die Dreiband Europameisterschaft geplant. Und für das zweite Halbjahr stehen der Weltcup in Veghel, sowie die Weltmeisterschaften der Damen und Junioren auf dem Turnierplan. Carl Verhoeven, Manager des hochmodernen Billardcentrum, hat ernsthafte Pläne, die lange Pause nun zu brechen.

Der Inhaber des SIS Billiards Experience Center in Brabant denkt dabei über sein Heimatland hinaus: „Wir müssen der Welt zeigen, dass wir uns auch in Europa organisieren können. Wir denken zum Beispiel an eine Europa League für Mannschaften oder eine Champions League, in der die besten jedes Landes in einer Nationalmannschaft spielen. Wir müssen nach guten Sponsoren suchen und nach außen noch viel sichtbarer werden. Gemeinsam können wir viele wunderbare Dinge erreichen.“

Die Diskussion fand bereits während der Duke Challenge unter den Spielern und Organisatoren statt. Die Idee ist, fünf, sechs europäische Organisatoren zu finden und eine Serie von Challenge Turnieren auszurichten. „Wir müssen in unserem Sport professioneller denken.“, stellt Verhoeven fest. „Warum können wir nicht das gleiche machen, wie in Korea? Geld gibt uns mehr Macht und Respekt.“

Das beste niederländische Beispiel ist die BEN Foundation (Billiards Events Netherland) unter der Leitung von Harry Mathijssen und Ad Smout, den Organisatoren des Masters, des niederländischen Pokalfinals, dem Weltcup in Veghel und nun auch der Duke Challenge. Diese Zwei-Mann Firma wurde 2013 gegründet, zunächst nur als Organisator des Masters und entwickelt sich später zu dem, was sie heute ist. Harry Mathijssen: „Es geht darum, zu investieren, Sponsoren zu suchen und mit einem bescheidenen Budget von ganz unten anzufangen. Die KNBB, der Billardverband, hat uns bei unseren Aktivitäten enorm unterstützt. Im Vergleich zu vor 10 Jahren sind wir alle zehnmal aktiver. Mit Jumbo, unserem großen Sponsor, konnten wir jetzt die Duke Challenge in diesem Format und diesem fantastischen Ort organisieren. Es ist gut zu wissen, dass Carl (Verhoeven) jetzt auch seine Pläne formuliert. Mit seinem Billardzentrum verfügt er über die Einrichtung (Streaming, Infrastruktur), um große Veranstaltungen zu organisieren."

Carl Verhoeven denkt groß und lässt sich von seinen Ambitionen nicht abbringen: „Gerade jetzt, wenn die Dinge für uns alle so schwierig sind, müssen wir uns zusammen schließen. Meine ersten Prioritäten sind das Trainingszentrum für junge Billardspieler, eine Initiative der niederländischen Dreiband-Abteilung, an der wir mit unserem Zentrum teilnehmen. Es ist geplant, dass wir mit Trainern zusammen arbeiten und alle zwei Wochen 4 bis 6 Termine für jeden Spieler anbieten. Wir konnten diese Initiative zusammen mit dem Verband starten, weil wir als Top-Sportstätte anerkannt wurden. Außerdem wollen wir zwei Turniere veranstalten. Die Idee ist zum Beispiel ein niederländisches Survival mit 32 oder 64 Spielern. Und später eine Art Challenge Cup wie das Duke mit einer offenen Einschreibung von ca. 100 Teilnehmern und einem höheren Preisgeld, als wir es üblicherweise in den Niederlanden gewohnt sind. Wir müssen immer progressiv sein.“

„Was ich vorschlagen will: Aufbau einer Zusammenarbeit mit dem Europäischen Verband (CEB). Dann die Zusammenarbeit mit einer Marketingagentur wie in Korea, um internationale Unternehmen zu finden, die bereit sind ihren Namen einem Turnier zu geben. Wir haben nur eine kleine Firma, aber wir versuchen, diese in den Niederlanden größer und professioneller zu machen. Meine Vorstellung ist, dass wir uns von den asiatischen Verbänden nicht vom Podest stoßen lassen werden. Billardspieler wollen wieder spielen, also lasst uns so schnell wie möglich in Aktion treten.“

Harry Mathijssen: „Die KNBB, unser Verband, versucht, bald wieder normal zu werden, ist aber an die COVID-Maßnahmen gebunden. Wie auch immer, ich finde es großartig, dass Carl Verhoeven diese Ambitionen hat und über eine europäische Liga nachdenkt. Wir sind auf einem richtigen Weg, die Duke Challenge war ein wunderbarer Start. Die Spieler und Zuschauer im Fernsehen waren begeistert. Marco Zanetti sprach sogar über eine größere Serie mit dem Jumbo-Chef Karel van Eerdt, der begeistert war und die letzten beiden Tage auf der Tribüne die Partien verfolgte. Das kann ich natürlich nur begrüßen. Je mehr Organisatoren, desto besser sieht es für die Spieler und das Publikum aus.“

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